|
Die Semantik, ursprünglich ein Fachbegriff der Linguistik, beschäftigt sich grundsätzlich mit Bedeutung und Zusammenhängen von Wörtern, Sätzen und ganzen Dokumenten.
In der Welt des Suchmaschinen-Business geht die Rolle der Semantik inzwischen jedoch weit über diese abstrakte Bedeutung hinaus. Es geht um ganze Geschäftsmodelle und Umsätze im Milliarden Bereich.
Gegenwärtige Entwicklungen
Für die Suchmaschinen-Betreiber etwa sind, mit geringem Aufwand und oftmals schon weitgehend automatisch generierte WebSites, die nur den einen Zweck haben, nämlich durch Werbeeinahmen Geld zu machen, sowie der Klickbetrug, etwa bei 'AdWords' oder 'Sponsored Search', zu einer ernsthaften Bedrohung ihres Haupt-Geschäftmodells (das sind die Werbeeinnahmen) geworden. Derartigen Herausforderungen kann in Zukunft unter anderen Massnahmen nur durch Einsatz semantischer Qualitätsbewertungen von WebSites begegnet werden. So sind von dieser Seite sehr starke Impulse zum zunehmenden Einsatz von Techniken und Verfahren, die WebSites inhaltlich einordnen und zugleich bewerten können, entstanden.
Im Zusammenhang der Einordnung (Indexierung) von WebSites bedeutet dies die Erkennung und Einordnung der 'hinter den Wörtern und Begriffen liegenden Bedeutung' von WebSites, also das Bestimmen von Begriffen ('keywords') und Satzteilen ('keyword-phrases') zum Finden und inhaltlich passenden Zuordnen von WebSites, die nicht unbedingt Teil der WebSite sein müssen. Ein Resultat dieser Bemühungen ist seit Mitte 2007 für alle Suchenden sichtbar: nach Eingabe einer normalen Suchanfrage bei Google findet man am unteren Ende der Trefferliste unter dem Begriff "Verwandte Suchvorgänge" semantisch verwandte Begriffe als Vorschläge für weitere Suchen. Allerdings sind diese Vorschläge weder nach Relevanz gefiltert, noch vollständig. Unsere S-SEO verwendet für die semantische Bewertung von WebSites denn auch wesentlich tiefer gehende Datenquellen und Auswertungsalgorhytmen.
Für die Suchmaschinen-Betreiber wird es zur Aufrechterhaltung der Qualität und Relevanz ihrer angezeigten Treffer zunehmend wichtiger, und zukünftig notwendig sein, sinnhaften und originären Inhalt von kopiertem oder maschinell erzeugtem, informationsarmem Inhalt - und auch von 'Bullshit', wie dieses recht prägnant von Harry G. Frankfurt in seinem gleichnamigen Bestseller 2006, bezeichnet wurde - zu unterscheiden. Das führt schon jetzt dazu, dass WebSites, über deren Inhalts-Qualität sich die Suchmaschinen nicht sicher sind, etwa weil sie zuviel kopierten Inhalt beinhalten, in die zweite Reihe gestellt werden, woraus sie nur beschränkt in die Top Platzierungen der Suchmaschinen-Ergebnisseiten aufsteigen können.
TrustRank
Im Zusammenhang der Qualitätsbewertung von WebSites geht es um die Erstellung eines Qualitätsmassstabes, welcher, wie angedeutet, nicht nur von essentieller Bedeutung für die Suchmaschinen-Betreiber, sondern auch von zunehmend grosser Bedeutung für das mögliche Ranking einer WebSite ist. Nicht nur Google zum Beispiel bezeichnet diesen Massstab entsprechend als TrustRank, als Bewertung des in eine WebSite gegebenen Vertrauens. Dieser spielt bereits eine dominante Rolle für die Preise, die für ein bestimmtes Ranking in Klick-Kampagnen zu zahlen sind.
|
Rückwirkungen auf die SEO
Während bislang im Vordergrund der klassischen Suchmaschinen Optimierung (SEO) hauptsächlich der Ort und die Häufigkeit von einzelnen Wörtern, den Such-Begriffen oder keywords, nicht aber deren Bedeutung standen - und es für die SEO essentiell war, richtige Begriffe an die richtige Stelle (sozusagen "ins rechte Licht") zu rücken, rücken nun mit der Semantik Themenbereiche (Konzepte, keyword phrases) und deren Bedeutungs-Zusammenhang, der aus der Nähe und Beziehung zu anderen Wörtern und Phrasen erschlossen wird, in den Vordergrund.
Themenbereiche und Konzepte
Das Denken in einzelnen Suchbegriffen gehört also logischerweise der Vergangenheit der SEO an. Die Gegenwart und, soweit absehbar, die Zukunft verlangen nach einem Denken in Themenbereichen und Konzepten, welche durch viele ähnliche, aber im Sinne der S-SEO nicht alle gleich gut geeignete, Begriffe abgebildet werden können.
Für eine zugleich ethisch wie semantisch arbeitende SEO stellt sich damit, weiter gedacht, auch die Aufgabe, die Besonderheiten des Inhalts, der Dienstleistungen oder Produkte (USP) einer WebSite zu indentifizieren und herauszuarbeiten. Nicht zuletzt, um die WebSite als Anbieterin, als Autorität, eines spezifischen, möglichst nur ihr eigenen, Inhalts etablieren zu können. Für die Betreiber von WebSites bedeutet die semantsiche Indexierung unter anderem, dass nur noch jene Begriffe aus Sicht der Suchmaschinen gut auffindbar sein werden, die auf der WebSite mit anderen, inhaltlich passenden, Begriffen und Phrasen zusammen auftreten.
Inhaltliche Qualität als Merkmal einer semantischen SEO
Kurz gesagt, sollte das Wesen einer semantischen Suchmaschinen Optimierung (S-SEO) darin bestehen, alle Kombinationen zusammengehörender und zugleich geeigneter Begriffe und Satzbestandteile zu identifizieren, diese geeignet zu kombinieren, und zudem auch dafür zu sorgen, dass diese in erlaubten Bandbreiten von Häufigkeitsmustern zueinander stehen. Wie sie auch dafür besorgt sein muss, Themenbereiche so einzigartig, spezifisch und beschreibend für eine WebSite zu verfassen, so dass diese nicht als Kopien erscheinen, sondern inhaltlich als Ausdruck ihres Fachgebiets, als Autorität, auftritt, und sich dadurch von ihren Konkurrenten-Seiten abhebt. Die semantische Indexierung fordert also von den Betreibern eine ganz anders definierte Qualität ihrer WebSites.
Gründe für die Suchmaschinen-Betreiber, in Richtung der Semantik zu gehen, liegen, wie gesagt, nicht lediglich an den Möglichkeiten, die sich aus den Fortschritten der Informationsverarbeitung ergeben, sondern ergeben aus einer puren, inneren Notwendigkeit, die sich aus der Art des Wachstums des WWW, dessen Auswüchsen, sowie daraus, wie Suchmaschinen dieses ordnen, bestimmt.
In Zukunft werden durch die semantische Zuordnung von WebSites zunehmend auch Dienstleitungen möglich und gefragt sein, die sich aus dem Sinnzusammenhang dessen, was ein Benutzer vor sich sieht, und dem, was er über sich an Informationen, bewusst oder unbewusst, preis gibt, ergeben (wie es derzeit z.B. schon bei GPS Geräten in der Verknüfung geographischer Karten mit dem Benutzerstandort und mit zusätzlichen Informationen - point of interests - verwirklicht wird).
|