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Ein Vergleich zwischen den natürlichen, durch eine (S)SEO, und gemieteten Suchmaschinen- Treffern


Mit 'SEO' bezeichnet man Strategien zur Erhöhung des durch Suchmaschinen generierten Besucherstroms, mittels gefördertem Wachstum von WebSites.

Mit 'bezahlter Werbestrategie', 'PPC Kampagne' oder 'gemieteten Treffern' bezeichnet man hingegen ersteigerte Positionierungen in den Suchmaschinen, die von den 'echten', 'natürlichen' Treffern, in der Regel farblich und räumlich, unterschieden werden.

Beides zusammen genommen wird häufig auch als Suchmaschinenmarketing (SEM) bezeichnet.

Den Meisten bekannt sind vor Allem Strategien wie Yahoo's 'Sponsored Search' oder Google' 'AdWords', die genau das gleiche Ziel wie die SEO haben: den durch Suchmaschinen generierten Besucherstrom zu erhöhen.

Allerdings sind die Wege zum Ziel verschieden: hierbei wird nicht, wie bei der SEO, in die WebSite investiert, sondern bezahlt pro zugeleitetem Besucher (bei 'PPC' = 'pay per click' Kampagnen) oder pro Kauf (bei 'PPA' = 'pay per action' Kampagnen). Diese Anzeigen erscheinen, anders als die 'natürlichen' (auch als 'organisch' bezeichneten) Treffer, bei Google typischerweise rechts, und bei Yahoo eingerahmt in einem eingefärbten (hellblauen) Block.

Beide Strategien haben als Marketing-Strategie ihre Vor- und Nachteile, welche eine Beantwortung in der Form 'entweder - oder' kaum zulässt.

Beginnen wir mit den Nachteilen der jeweiligen Strategien:

Eine SEO braucht Zeit und Verbesserungen für die WebSite. Es dauert bis zu sechs Monate, vom allerersten Beginn bis zum echten Markterfolg.

Bezahlte Treffer hingegen brauchen statt der Zeit vor allem Geld. Schätzungen gehen bei einer Bezahl-Kampagne, bei einem vergleichbarem, generiertem Besucherstrom, vom bis zum sieben-fachen dessen aus, was für eine SEO insgesamt zu zahlen ist.

Der Erfolg beider Strategien kann kaum wirklich garantiert werden, nicht zuletzt deswegen nicht, weil das Vorgehen der Konkurrenz nicht sicher voraussagbar ist. In beiden Fällen gilt deshalb ein ständiges Beobachten und Reagieren auf Veränderungen des Marktes als sinnvoll, wenn nicht gar als notwendig, will man einen stabilen Erfolg erreichen.

Suchmaschinen-Spamming

Es gibt zunehmend häufiger WebSites mit eher dünnem oder zweifelhaftem Inhalt. Das kann von anderen WebSites (unerlaubt) kopierter Inhalt sein, das kann Nonsense oder automatisch erzeugter Unsinn sein. Oftmals sind diese WebSites, die nur zu einem Zweck, nämlich zum Erzielen von Werbe-Einnahmen, erschaffen worden. Durch derartige Sites wurde die SEO in Verruf gebracht, weil sie leider häufig dafür sorgte, dass solcher, oft wertloser, wenig erhellender Inhalt in die oberen Ränge der Suchmaschinen-Trefferlsiten gepusht wurde. Welcher den Suchenden mindestens deren Zeit stahl. Man kann es darum durchaus auch als ein Anliegen der Allgemeinheit bezeichnen, dass eine SEO genau dieses nicht tut. Deratige Suchmaschinen-Optimierung, die versucht, wertlosen Inhalt nach oben zu beförden, wird denn oft auch als unethische SEO oder deren Produkte auch als Suchmaschinen-Spamming bezeichnet. Die Suchmaschinen-Betreiber mussten mittlerweile viel investieren, um diese Art von Missbrauch automatisch erkennen und einzudämmen zu können. Da sie dieses zu einem wesentlichen Teil über die Art, wie eine WebSite aufgebaut ist, erkennen, kann eine SEO, die nicht nach den Regeln der Kunst durchgeführt wird, auch zum zeitweisen Ausschluss aus den Suchmaschinen-Trefferlisten der von ihr 'optimierten' WebSite führen. Das gehört zum Risiko einer nicht fachgerecht durchgeführten SEO.

Im Gegensatz dazu muss eine sich als ethisch bezeichnende SEO um die Verbesserung der Inhalte der WebSites, die sie fördern möchte, kümmern, und diese gegebenfalls ebenfalls optimieren, etwa durch die Herausarbeitung der Besonderheiten des angebotenen Inhalts, Dienstleistungen oder der Produkte (insbesondere deren Besonderheiten, also deren USP). Die S-SEO hat genau das zum Ziel. Das Ziel mag zwar einfach genannt sein, ist aber nicht trivial zu erreichen. Die von einer solchen SEO geförderten WebSites müssen inhaltlich einen Wert besitzen, der den Besuchern, entsprechend ihrer Erwartungen, einen Nutzen bringt. Dadurch entstehen für eine ethische SEO zusätzliche Aufwände, die für eine Klick-Kampagne nicht, besser gesagt: zunächst nicht, entstehen. Erst bei genauerem Hinsehen unterscheiden sich die beiden Strategien in diesem Punkt weniger als zunächst sichtbar: zum Beispiel verlangt Google höhere Preise für Werbeeinblendungen solcher, als weniger hochwertig eingestuften, WebSites.

Klickbetrug

Die bezahlten Treffer von Klick-Kampagnen sind gefährdet durch ein Vorgehen, welches als Klickbetrug bezeichnet wird. Damit ist ein Vorgehen gemeint, welches dem bezahlenden PPC- oder PPA- Kunden indirekt oder direkt Kosten verursacht, ohne dass er für sein investiertes Kapital irgendeinen Gegenwert erhielte (oft initiiert von Konkurrenten, oder von durch diese bezahlten Bot-Netzen, aber auch von unzufriedenen Mitarbeitern, Kunden oder script-kiddies). Es gibt in diesem Bereich Vorgehensweisen von der fast vollständigen Unwirksam-Machung von Klick-Werbekampagnen, bis hin zur direkten Kostenmanipulation und -Multiplikation für die Konkurrenten. Nach neueren, ernstzunehmenden Schätzungen liegt die durchschnittliche Klickbetrugs-Rate derzeit zwischen etwa 10% und 33% der dafür getätigten Ausgaben, und scheint in der Tendenz zunehmend ansteigend zu sein. In hart umkämpften Begriffs-Bereichen, in welchem sich aktive Konkurrenten in einem lukrativen Markt geradezu um die Besucher reissen, liegt diese Rate darum wohl noch höher, in den meisten anderen Bereichen dafür um so niedriger. Das bedeutet, dass damit zu rechnen ist, dass gerade in den Bereichen, in denen das meiste Geld für das Internet-Marketing ausgegeben wird, ein grosser Teil der Ausgaben für PPC- Kampagnen ins Leere gehen dürfte.

Das ist nicht nur ein Kosten- und Effizienz-Problem für die Werbetreibenden selbst, sondern gefährdet auch die hinter den Suchmaschinen wie Yahoo, Google & Co. liegenden 'eigentlichen' Geschäftsmodelle, die ihren Hauptumsatz mit solchen Werbeeinahmen machen. Verständlicherweise hüllen sich die Suchmaschinen-Betreiber diesbezüglich, bis auf wenige Ausnahmen (etwa aufgrund von Sammelklagen in den USA) in Schweigen, und versuchen zum Beispiel nicht einmal (öffentlich), dies zu einem Straftatbestand zu machen - wohl nicht zuletzt darum, weil sie diese Form des Betrugs in vielen Fällen schlichtweg kaum erkennen, geschweige denn kontrollieren können.

Semantische Strategien können hier zumindest dabei helfen, allein zu solchen Zwecken kreierte WebSites von solchen Programmen auszuschliessen, und nur noch solche WebSites für PPA und PPC Kampagnen zuzulassen, die erkennbar originären und bedeutsamen Inhalt anbieten. Dadurch wird eine S-SEO also auch für solche WebSites zunehmend bedeutsam, die sich hauptsächlich auf bezahlte Treffer verlassen.


Die Vorteile der jeweiligen Strategien:

Über Möglichkeiten, Sinn und spezifische Vorteile der jeweiligen Ansätze von SEO- vs. bezahlter Werbestrategie finden Sie Details und Informationen in unserem Artikel über das Suchmaschinen Marketing.

 

 

 


 

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AktualiserungSite aktualisiert 10/2007